Der Euro erlebte mit der Öffnung der Börsen am heutigen Montag eine "wundersame" Wiederauferstehung. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Euro - wie schon so oft in der Vergangenheit - durch fragwürdige Aktionen von äußerst kurzfristiger Wirkung künstlich "gepusht" wurde. Wie lange diese lebenserhaltenden Maßnahmen für die Gemeinschaftswährung der EU ihren Dienst noch tun werden, erscheint freilich mehr als fraglich. Wann werden die Maschinen beim Intensiv-Patienten Euro endgültig abgeschaltet???
Wohl dem, der sich von Rettungspaketen, Griechenland-Hilfen & Co. nicht blenden lässt. Mehrere führende Finanzexperten raten schon seit längerer Zeit zum Investieren in Edelmetalle und Rohstoffe, allen voran Gold, Silber und Öl. Während Gold und Silber inzwischen langsam aber sicher die Beachtung von Anlegern gewinnen, sind Öl-Beteiligungen in Deutschland noch ein weitgehend unbeschriebenes Blatt. Mehrere US-Bundesstaaten, vor allem Texas und Kansas, verfügen über reiche Öl-Vorkommen, so dass es neben den mächtigen Multis auch immer mehr "kleinere" Beteiligungsgesellschaften gibt, die entsprechende Anteile anbieten. Die Renditen liegen seriösen Kalkulationen zufolge bei 10 - 40 % p.a. und mehr.
Ich persönlich sehe Öl als den sichersten Rohstoff an, in den man investieren kann. Öl wird als Kraftstoff in absehbarer Zeit weder effektiv noch flächendeckend genug von alternativen Mitteln ersetzt werden können. Darüber hinaus kommt Öl bei der Herstellung fast aller Konsumgüter direkt oder zumindest indirekt zum Einsatz.
Wer sich also auf eine Öl-Beteiligung in den USA einlässt, kann davon ausgehen, seine Investitionssumme in spätestens fünf Jahren wieder kassiert zu haben. Nach rund sieben Jahren (+/- 2 Jahre) werden die Beteiligungen wieder verkauft, so dass die ursprüngliche Investitionssumme wahlweise zurückerstattet oder in ein neues Projekt investiert wird. Im Übrigen ist eine Öl-Beteiligung völlig unabhängig von sämtlichen Währungsschwankungen, was es meines Erachtens besonders attraktiv macht. Schließlich wird in Texas und Kansas nach Öl gebohrt, nicht etwa nach Dollar oder gar Euro. Dem Öl ist es egal, mit welcher Währung bezahlt wird, sollten Dollar und Euro einmal nichts mehr taugen, wird es ein anderes Zahlungsmittel geben - vielleicht sogar Gold und/oder Silber?!?
P.S.: Ich gelte nicht unbedingt als Freund der USA und verdiene mein Geld auch nicht mit der Vermittlung von Finanz- oder Anlegegeschäften, weshalb ich mir die gebotene Objektivität bescheinige.
In diesem Sinne
Harmagedon
Montag, 10. Mai 2010
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guter hinweis das mit dem öl, schon allein nach dem seltsamen ölunglück in amerika. das wird den preis sicher hochtreiben.
AntwortenLöschenschon verrückt das: öl wird als fossiler brennstoff deklariert, obwohl es nachweißlich nachzuwachsen scheint. wenn man allein in amerika wirklich die öllager erschließen und anfangen würde zu pumpen, dann würde öl, morgen vermutlich nur noch ein paar cent kosten. aber so isses nunmal mit der "artifical scarcity" oder auch der künstlichen knappheit.
avarchillion